Institut für Schematherapie
Konstanz am Bodensee

 

Forever Young

 

  Was ist Schematherapie?

Schematherapie ist ein integrativer Therapieansatz zur Erklärung und Behandlung chronifizierter und schwer behandelbarer Störungsbilder (z.B. Persönlichkeitsstörungen) mit Ursprüngen in Kindheit und Jugend.

Die Schematherapie wurde von Jeffrey Young, USA, zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen entwickelt und zählt in Deutschland zur so genannten dritten Welle der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapien. Sie erweitert den Ansatz der kognitiven Therapie um Elemente  psychodynamischer Konzepte und anderer psychologischer Theorien und Therapieverfahren wie der Objektbeziehungstheorie, der Transaktionsanalyse, der Bindungstheorie, der Hypnotherapie und der Gestalttherapie. 



Der Ansatz zielt darauf ab, dysfunktionale Lebensmuster, auch „Lebensfallen oder Schemata“ genannt, zu identifizieren, ihren Ursprung in der Kindheit und Jugendzeit zu erkennen und ihre Wirkung auf den heutigen Alltag  zu verstehen und  zu verändern lernen. Aufbauend auf diesem Verständnis wird aktiv ein Weg aus der Lebensfalle gestaltet. Es kommen dabei kognitive, behaviorale, erlebnisaktivierende und für die Schematherapie spezifische Techniken und Methoden zur Anwendung. Eine differenzierte Gestaltung der therapeutischen Beziehung analog einer warmen und  fördernden Elternbeziehung wird als zentrales Element der Therapie betrachtet. Auch Forschungsergebnisse (z.B. Giessen-Bloo et al., 2006) belegen die hohe Wirksamkeit der Schematherapie gegenüber anderen Therapieverfahren.

 

  Was ist ein Schema?

Schemata stellen chronifizierte Muster dar, die symptomatisch für das psychische Geschehen sind. Sie entstehen früh in der Kindheit und werden während des ganzen Lebens durch so genannte maladaptive Bewältigungsstile aufrechterhalten.

Dr. Jeffrey Young hat bisher 18 Lebensfallen (Schemata) beschrieben und geht davon aus, dass praktisch jeder Mensch einen Bezug zu einem oder mehreren dieser 18 Schemata hat. Schemata können durch traumatische Erlebnisse, die Nichterfüllung wesentlicher Grundbedürfnisse, aber auch durch Überfüllung durch ein „Zuviel des Guten“ oder selektive Internalisierung bzw. Identifikationen mit wichtigen Bezugspersonen entstehen. Schemata betreffen zumeist den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre Entstehung bewirkt, dass der Mensch dem Schema entsprechende Bewältigungsstile und –reaktionen entwickelt.

Weiterführende Informationen finden Sie in der Rubrik Literatur.

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